Das Botox verpasst sich ein Lifting
Tatsächlich hat nun, wie das Wall Street Online Journal meldet, die englische Regulierungsbehörde (Mhra) den Einsatz von Botox des Herstellers Allergan für die Vorbeugung von Migräne bei Erwachsenen zugelassen.
Diese Entscheidung basiert auf den Ergebnissen einer klinischen Studie an 1384 Patienten.
Die Behandlung erfolgt mit der typischen Wirkung dieses Toxins, das die Muskelbinden teilweise lähmt, vor allem jene um die Augen, die Stirn und um die Backen herum. In schweren Fällen kann der Wirkstoff auch in die Schulter- und Halsmuskeln gespritzt werden.
Zudem scheint das Botox auch eine Substanz zu hemmen, die die Gefäßerweiterung beeinflußt und dadurch Kopfschmerz auslöst.
Nicht alle Toxine sind tödliche Gifte, aber es handelt sich doch um gefährliche Moleküle, die auf Messers Schneide zwischen Risiko und Wohltat verabreicht wird. Daher muss ihr Einsatz auf längere Sicht immer gut überwacht und abgewogen werden.
Zur Bekämpfung der Migränesymptome haben die Ärzte bisher unzählige Medikamente ausprobiert, ohne dass man eine heilende und verlässliche Wirkung festgestellt hätte.
Es steht zu hoffen, dass das Botulin wirklich langfristig gegen den schmerzhaften und peinigenden Kopfschmerz hilft, und dass es sich nicht nur um die therapeutische Verlängerung eines Allergan-Patentes handelt.
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