Brecht in Ruhe ein! Ihr werdet gefilmt...

Veröffentlicht auf von Ingmar Link

[caption id="attachment_4308" align="alignright" width="270" caption="Foto: Arpingstone, CC Lizenz (Wikimedia)"][/caption]

Videoüberwachung (auf Englisch: CCTV) ist mal wieder in den Nachrichten diese Woche. Das liegt an Coventry's Akt katzenhafter Grausamkeit, der die Aufmerksamkeit des britischen Öffentlichkeit viel mehr in den Bann zog, als die Flut in Pakistan.

Aber heute haben wir eine neue CCTV Story, die mal wieder beweist, dass Kameraüberwachung nicht die Wunderlösung zur Kriminalitätsreduzierung ist, wie euer Gemeinderat, die Polizei und traurigerweise auch die Regierung behaupten:

Der Daily Telegraph erklärt:
Ein Dieb, der auf frischer Tat von der Polizei ertappt wurde, nachdem er beim Einbruch eines Hotels gefilmt wurde, ist der Justiz entwischt, da seine Verteidiger sagten, es gebe nicht genügend Beweise um ihn zu belasten.


Der 26-Jährige war einer von zwei Männern mit Kapuze, die von CCTV gefilmt wurden, während sie versuchten, in den Barbereich eines Hotels zu gelangen.


Trotz der belastenden CCTV Aufnahmen und der Tatsache, dass der Verdächtige dabei erwischt wurde, wie er fliehen wollte, hinterließ dieser keine Fingerabdrücke, was in diesem Fall weiter geholfen hätte.

Massimo Menin, der Leiter des Drei-Sterne Hotels Rembrandt, sagte: "Wir sind total wütend und bestürzt angesichts dieser Entscheidung.


"Wir hatten schon früher Einbrüche im Hotel erlebt und haben tausende Pfund für 16 CCTV Kameras ausgegeben und unser Personal geschult. Wir waren also zufrieden, als einer geschnappt wurde."

Natürlich hat die Gegenwart von CCTV die Einbrecher nicht davon abgehalten, überhaupt erst einzubrechen.

Aber das Hauptversagen der CCTV-Aufnahmen ist, dass nicht genügend Beweismaterial gesammelt wird, um die  (vermeintlichen) Einbrecher zu überführen.

CCTV Systeme kosten "tausende Pfunde" und oft auch Millionen an Steuergeld, aber man sagte uns, dass man die Kriminellen so schnappen würde und wir sicherer sein würden.

Obwohl ich mit Herrn Menin fühle und hoffe, dass die Einbrecher gefasst werden, hoffe ich ebenfalls, dass die Geschichte dazu führt, dass die Leute weniger dem vom Staat gesponserte Mythos  glauben, wonach mehr Kameras mehr Sicherheit bringen.
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