Wie man einen Atomangriff überlebt...
Heute möchten wir euch ein Propagandavideo des amerikanischen Heimatschutzes aus den 50er Jahren vorstellen. Es setzt die Gefahren der Atombombe auseinander, erklärt die Wirkung der Strahlung und erläutert, was die Bürger tun müssen, um ihre Liebsten im unheilvollen Fall eines Atomangriffs zu schützen. Der Film lässt bewusst naives Gedankengut einfließen und glänzt vor allem durch Auslassungen, da sein Hauptzweck darin lag, die öffentliche Meinung über die Gefahren der Atombombe zu beruhigen.
Der Kommentar stammt vom berühmten Journalisten der Zeit Edward Murrow und erinnert an die nur einige Jahre zurückliegenden Atombombenangriffe auf Hiroshima und Nagasaki.
Das Video zeigt Szenen aus dem japanischen Alltagsleben mit lachenden und fröhlichen Menschen und erklärt in propagandistischer Art und Weise:
"Die meisten der Strahlung ausgesetzten Menschen sind schnell wieder gesund geworden. Heute führen sie ein normales Leben".
Und weiter:
"Dem Feind - fährt Murrow fort -wäre es am liebsten, wenn wir unsere Städte leer und unproduktiv verließen. Aber die Produktion muss weiter gehen, wenn wir siegen wollen!"
Murrow gibt den amerikanischen Bürgern eine Vielzahl an Ratschlägen und setzt auseinander, wie eine Modellfamilie einen Atombombenangriff überleben kann: Der Papa kann einen Deckel auf den Mülleimer legen, die Vorhänge schließen, die Mama das Bügeleisen vom Strom nehmen, dann verstecken sich alle unter der Werkbank mit einem Erste-Hilfe-Set und einer Wasserflasche.
"Haben Sie immer eine Taschenlampe zur Hand», spricht Murrow. "das elektrische Licht könnte ausgehen"
Dann fährt er in optimistischer und anmaßender Weise fort:
"Wenn die Menschen von Hiroshima und Nagasaki das, was wir heute in Sachen Heimatschutz wissen, gekannt hätten, dann hätten sich tausende Leben retten können"
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