Die neue Opposition gegen Berlusconi
[caption id="attachment_5171" align="alignright" width="338" caption="Foto: Alessio85, CC-Lizenz"]
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Und als ich aufwachte, war Il Cavaliere immer noch da. Das ist die Zwangsvorstellung, die in Italien immer verbreiteter ist. Berlusco steuert weiterhin das italienische Schiff, zu seinem eigenen Vorteil.
Ein wirkliches Mafiasystem innerhalb des italienischen Staates, das sich wie ein Krake ausbreitet, dessen Tentakeln die Unternehmen des Imperios Berlusconi tragen. Eine Verflechtung, die vom politischen Herzens Italiens ausgeht, das vorhat, die Figur Silvio Berlusconi zu verewigen und dessen Erbe weiterzuführen.
Seit vielen Jahren ist die Berlusconi-Regierung der Platzhirsch, immer mit einer schwachen Opposition, deren häufig wechselnde Vorsitzende dem Cavaliere keine Schwierigkeiten bereiten konnten. Pier Luigi Bersani, der aktuelle Oppositionsführer, scheint Berlusconi auch nicht sehr zu beunruhigen.
Dennoch erlebt der reichste Unternehmer Italiens nicht seine besten Momente. Sein engster Vertrauter Fini, der zur Demokratie konvertierte Neofaschist, hat sich von ihm getrennt, auch wenn er ihm noch Sauerstoff geliehen hat, um weiter an der Macht zu bleiben. Dank ihm konnte Berlusconi vergangene Woche die Auflösung der Abgeordnetenkammern vermeiden, sowie die Einberufung neuer Wahlen. Aber Fini bereitet sich vor, um Berlusconi zu verdrängen und der neue Führer der italienischen Rechten zu werden.
Währenddessen macht Silvio weiterhin sein Ding. Während einem seiner hemmungslosen Auftritte, an die wir schon gewöhnt sind, wurde er vorgestern dabei erwischt, Judenwitze zu erzählen und sich als Don Juan zu beschreiben.
Dennoch formt sich eine starke Opposition gegen den lachhaften Präsidenten. Und sie formt sich in Internet.
[caption id="attachment_5169" align="alignleft" width="304" caption="Propaganda del "No Berlusconi Day""]
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Auf der einen Seite ist da der Schauspieler, Komiker und Schriftsteller Beppe Grillo, dessen Blog das meistbesuchte politische Blog Europas ist, und der seit zwei oder drei Jahren eine Gegenmacht organisiert, die in der Lage ist, Berlusconi von seinem Thron zu stossen und viele Leute gegen den Präsidenten zu vereinen.
Auf der anderen Seite wurde im Internet eine Bewegung gegründet, “Il Popolo viola” (Das lila Volk), welche den “No Berlusconi Day” einberufen hat. Gestern wurde bereits der zweite “No Berlusconi Day” gefeiert, an dem sich, laut Organisatoren, 500.000 Einwohner Roms trafen.
Es handelt sich um eine populäre Bewegung, die Berlusconi stürzen möchte, ohne eine direkte Beziehung zu den anderen Parteien zu haben. Ziel ist es, die gesetzliche Gleichberechtigung aller Bürger - einschliesslich der Politiker - zu erreichen. Ebenso verlangen die Teilnehmer eine Norm um Interessenkonflikte zu regulieren, damit ein Unternehmer nicht an politischen Entscheidungen teilnehmen darf, und so keine weiteren Berlusconis auftauchen.
Es rührt sich etwas in Italien. Wird es ausreichend sein, um nach dieser Legislaturperiode das Kapitel Berlusconi zu schliessen? Klar ist, dass die auftauchenden Bewegungen ausserhalb des Parlaments, im Internet, von grosser Bedeutung sind und institutionell kanalisiert werden sollten, um ihr grosses Ziel zu erreichen: Dass Berlusconi die kommenden Wahlen verliert.
[/caption]Und als ich aufwachte, war Il Cavaliere immer noch da. Das ist die Zwangsvorstellung, die in Italien immer verbreiteter ist. Berlusco steuert weiterhin das italienische Schiff, zu seinem eigenen Vorteil.
Ein wirkliches Mafiasystem innerhalb des italienischen Staates, das sich wie ein Krake ausbreitet, dessen Tentakeln die Unternehmen des Imperios Berlusconi tragen. Eine Verflechtung, die vom politischen Herzens Italiens ausgeht, das vorhat, die Figur Silvio Berlusconi zu verewigen und dessen Erbe weiterzuführen.
Seit vielen Jahren ist die Berlusconi-Regierung der Platzhirsch, immer mit einer schwachen Opposition, deren häufig wechselnde Vorsitzende dem Cavaliere keine Schwierigkeiten bereiten konnten. Pier Luigi Bersani, der aktuelle Oppositionsführer, scheint Berlusconi auch nicht sehr zu beunruhigen.
Dennoch erlebt der reichste Unternehmer Italiens nicht seine besten Momente. Sein engster Vertrauter Fini, der zur Demokratie konvertierte Neofaschist, hat sich von ihm getrennt, auch wenn er ihm noch Sauerstoff geliehen hat, um weiter an der Macht zu bleiben. Dank ihm konnte Berlusconi vergangene Woche die Auflösung der Abgeordnetenkammern vermeiden, sowie die Einberufung neuer Wahlen. Aber Fini bereitet sich vor, um Berlusconi zu verdrängen und der neue Führer der italienischen Rechten zu werden.
Währenddessen macht Silvio weiterhin sein Ding. Während einem seiner hemmungslosen Auftritte, an die wir schon gewöhnt sind, wurde er vorgestern dabei erwischt, Judenwitze zu erzählen und sich als Don Juan zu beschreiben.
Dennoch formt sich eine starke Opposition gegen den lachhaften Präsidenten. Und sie formt sich in Internet.
[caption id="attachment_5169" align="alignleft" width="304" caption="Propaganda del "No Berlusconi Day""]
[/caption]Auf der einen Seite ist da der Schauspieler, Komiker und Schriftsteller Beppe Grillo, dessen Blog das meistbesuchte politische Blog Europas ist, und der seit zwei oder drei Jahren eine Gegenmacht organisiert, die in der Lage ist, Berlusconi von seinem Thron zu stossen und viele Leute gegen den Präsidenten zu vereinen.
Auf der anderen Seite wurde im Internet eine Bewegung gegründet, “Il Popolo viola” (Das lila Volk), welche den “No Berlusconi Day” einberufen hat. Gestern wurde bereits der zweite “No Berlusconi Day” gefeiert, an dem sich, laut Organisatoren, 500.000 Einwohner Roms trafen.
Es handelt sich um eine populäre Bewegung, die Berlusconi stürzen möchte, ohne eine direkte Beziehung zu den anderen Parteien zu haben. Ziel ist es, die gesetzliche Gleichberechtigung aller Bürger - einschliesslich der Politiker - zu erreichen. Ebenso verlangen die Teilnehmer eine Norm um Interessenkonflikte zu regulieren, damit ein Unternehmer nicht an politischen Entscheidungen teilnehmen darf, und so keine weiteren Berlusconis auftauchen.
Es rührt sich etwas in Italien. Wird es ausreichend sein, um nach dieser Legislaturperiode das Kapitel Berlusconi zu schliessen? Klar ist, dass die auftauchenden Bewegungen ausserhalb des Parlaments, im Internet, von grosser Bedeutung sind und institutionell kanalisiert werden sollten, um ihr grosses Ziel zu erreichen: Dass Berlusconi die kommenden Wahlen verliert.
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