Der Streik der Fußballer wird Mode
[caption id="attachment_7808" align="alignright" width="300" caption="Fußball a.D., Foto Darkmavis/Flickr mit Creative Commons-Lizenz"]
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Die großen Ferien sind vorbei. Der Fußball rollt schon wieder. Wie eh und je.
Als würdige Einleitung in die diesjährige Saison haben wir die bizarrste Nachricht dieser Wochen für euch ausgewählt: den Streik der Fußballer. Oder besser: den offensichtlich gescheiterten Streik, wo doch heute und morgen [25. und 26. September] gespielt wird. Aber wir greifen vor. In den letzten Wochen hat der Italienische Fußballspielerverband (Aic) einen Streik für die fünfte Spielwoche ausgerufen. Grund: "Die Fußballer wollen endlich wie Menschen, nicht mehr wie Objekte behandelt werden". Es geht also nicht um ausgetretene Stiefel, sondern um edle Schmuckstücke, die zärtlich behandelt werden wollen.
Insgesamt acht Streitpunkte soll es geben, meldet "Calciopro.com". Zwei darunter werden besonders kontrovers diskutiert: die Transfers und die medizinische Behandlung.
Was die Transfers angeht, so ist der Ligaverband der Ansicht, dass ein Fußballspieler den Wechsel zu einem Club derselben "Stufe" wie seine bisherige Mannschaft nicht verweigern darf, wenn ihm dieselben finanziellen Bedingungen angeboten werden. Es geht also darum, Fälle wie Pandev oder Baptista* in Zukunft zu vermeiden. Der Aic dagegen ist der Ansicht, dass die Spieler prinzipiell selbst entscheiden sollten, wo sie in Zukunft spielen wollen, auch wenn das für den Club weniger Einnahmen an den Stadientoren bedeutet.
Was die medizinische Behandlung angeht, so fordert der Aic, dass die Fußballer zukünftig von Ärzten ihrer Wahl behandelt werden. Darunter auch Wunderheilern. Der Ligaverband ist dagegen.
Wir vom Blog La leggenda del calcio unterstützen die Forderungen des Aic nicht. Nicht etwa, weil wir Angst hätten, dass der Barnum-Zirkus des Fußballs schließen und zu sozialen Unruhen führen könnte, wie das in den vergangenen Tagen der Vorsitzende der CONI (dem italienischen Olympiakomitee) Gianni Petrucci gefürchtet hatte. Es geht hier um etwas anderes, es geht um die Abertausende, wenn nicht Millionen Euro Gehalt, die die Fußballer verdienen. Trotz der Rechtsvorschriften, die überarbeitet gehören, sind die Fußballer doch keine Arbeiter. Ihr Wechsel von einer Mannschaft zur nächsten ähnelt in keiner Weise dem Leben eines Pendlers, der zusehen muss, dass er über den Monat kommt. Mehr wollen wir dazu nicht sagen, um nicht pedantisch zu wirken.
Das Ergebnis ist jedoch immer das gleiche: Wir sind Zeugen eines Operetten-Streiks, einer Moralpredigt zwischen Millionären (Fußballern und Fußballverbänden), die vielleicht Gossip-Freunde interessiert, aber nicht die, die in der "wirklichen Welt" leben. Und wer sich in letzterer Kategorie wiedererkennt, kommt da nicht mehr mit!
*Zwei Spieler der italienischen Liga, die im Jahr 2009 mit ihren Clubs in Polemiken oder Gerichtsverfahren aneinander geraten waren, weil sie die von ihren Managern in den Verträgen eingegangenen Verpflichtungen nicht eingehalten hatten.
[/caption]Die großen Ferien sind vorbei. Der Fußball rollt schon wieder. Wie eh und je.
Als würdige Einleitung in die diesjährige Saison haben wir die bizarrste Nachricht dieser Wochen für euch ausgewählt: den Streik der Fußballer. Oder besser: den offensichtlich gescheiterten Streik, wo doch heute und morgen [25. und 26. September] gespielt wird. Aber wir greifen vor. In den letzten Wochen hat der Italienische Fußballspielerverband (Aic) einen Streik für die fünfte Spielwoche ausgerufen. Grund: "Die Fußballer wollen endlich wie Menschen, nicht mehr wie Objekte behandelt werden". Es geht also nicht um ausgetretene Stiefel, sondern um edle Schmuckstücke, die zärtlich behandelt werden wollen.
Insgesamt acht Streitpunkte soll es geben, meldet "Calciopro.com". Zwei darunter werden besonders kontrovers diskutiert: die Transfers und die medizinische Behandlung.
Was die Transfers angeht, so ist der Ligaverband der Ansicht, dass ein Fußballspieler den Wechsel zu einem Club derselben "Stufe" wie seine bisherige Mannschaft nicht verweigern darf, wenn ihm dieselben finanziellen Bedingungen angeboten werden. Es geht also darum, Fälle wie Pandev oder Baptista* in Zukunft zu vermeiden. Der Aic dagegen ist der Ansicht, dass die Spieler prinzipiell selbst entscheiden sollten, wo sie in Zukunft spielen wollen, auch wenn das für den Club weniger Einnahmen an den Stadientoren bedeutet.
Was die medizinische Behandlung angeht, so fordert der Aic, dass die Fußballer zukünftig von Ärzten ihrer Wahl behandelt werden. Darunter auch Wunderheilern. Der Ligaverband ist dagegen.
Wir vom Blog La leggenda del calcio unterstützen die Forderungen des Aic nicht. Nicht etwa, weil wir Angst hätten, dass der Barnum-Zirkus des Fußballs schließen und zu sozialen Unruhen führen könnte, wie das in den vergangenen Tagen der Vorsitzende der CONI (dem italienischen Olympiakomitee) Gianni Petrucci gefürchtet hatte. Es geht hier um etwas anderes, es geht um die Abertausende, wenn nicht Millionen Euro Gehalt, die die Fußballer verdienen. Trotz der Rechtsvorschriften, die überarbeitet gehören, sind die Fußballer doch keine Arbeiter. Ihr Wechsel von einer Mannschaft zur nächsten ähnelt in keiner Weise dem Leben eines Pendlers, der zusehen muss, dass er über den Monat kommt. Mehr wollen wir dazu nicht sagen, um nicht pedantisch zu wirken.
Das Ergebnis ist jedoch immer das gleiche: Wir sind Zeugen eines Operetten-Streiks, einer Moralpredigt zwischen Millionären (Fußballern und Fußballverbänden), die vielleicht Gossip-Freunde interessiert, aber nicht die, die in der "wirklichen Welt" leben. Und wer sich in letzterer Kategorie wiedererkennt, kommt da nicht mehr mit!
*Zwei Spieler der italienischen Liga, die im Jahr 2009 mit ihren Clubs in Polemiken oder Gerichtsverfahren aneinander geraten waren, weil sie die von ihren Managern in den Verträgen eingegangenen Verpflichtungen nicht eingehalten hatten.
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