Was tun wir nur bei einem Blackout der Social Networks?
Schuster bleib bei deinen Leisten, heißt es aus Volkes Mund. Jeder solle nur das tun, was er wirklich kann. Facebook will jetzt z.B. in die Welt der Mobiltelefonie einsteigen. Wie Bloomberg von gut unterrichteten Quellen weiß, sollen zwischen März und April nächsten Jahres zwei kostengünstige Smartphones mit eingebauter Social Network-Funktion auf den Markt kommen. Letzten Donnerstag kam es aufgrund eines eher banalen technischen Defekts zu einem dreistündigen Ausfall von Facebook. Ergebnis: Abermillionen niedergeschlagener, verunsicherter, ärgerlicher und frustrierter Nutzer. Schnell machten Gerüchte die Runde: Die Rede war von einem Hacker-Angriff, einer internationalen Verschwörung, von Sonnenstürmen. Bis dann die unvermeidliche Wahrheit ans Licht kam. Die vernetzte Welt ist glanzlos, wenn sie offline geht. Wer weiß, vielleicht werden uns die Statistiken in der Zukunft sagen, dass in jenen drei Stunden ohne Social Network andere Dinge wieder in den Vordergrund gerückt sind, und neun Monate nach diesem Vorfall ein Bevölkerungsanstieg zu verzeichnen ist. Denn im Grunde genommen ist es das, was in der Welt vor dem Internet vorgefallen war (vorgefallen wäre), als die Stromausfälle noch rein elektrischer Art waren.

Die Schwarzmaler und Apokalyptiker unter uns werden dazu Internetabhängigkeit oder Cyber-relationale Abhängigkeit sagen. Die Erklärung dieses Phänomens ist aber viel banaler, sie ich sozial-technologischer Art. Alles ist im Netz. Jeden Tag nutzen wir dessen Inhalte, verlassen uns blindlings darauf und wissen es oftmals gar nicht. Auf der Bank, in der Post, auf der Autobahn, am Telefon, in der Schule, im Büro, in der Tram, dem Zug, dem Flugzeug - es gibt kein Entkommen.
Bevor es Internet gab, haben wir dasselbe mit der jeweiligen uns zur Verfügung stehenden Technologie getan: Dem Feuer, dem Rad, dem Buchdruck, der Eisenbahn, dem Telegrafen, den elektrischen Haushaltsgeräten, dem Auto, dem Radio, dem Fernsehen. Wir nutzen es, wenn wir Geld am Automaten abheben, im Supermarkt zahlen, ins Kino gehen und unseren Urlaub buchen.
Die Social Networks sind längst nicht mehr nur Zeitvertreib. Jeder kann hier seinen Bekanntenbereich abstecken und seine Zuhörer auswählen, Bekanntschaften machen, Informationen und Desinformationen folgen, und mitmachen bei politischen, sozialen, religiösen Streitigkeiten, Gossip und Banalitäten. Es ist ein neues Hilfsmittel, nicht unentbehrlich, aber nützlich, flexibel, gestaltbar und anpassungsfähig.
Zurückgehen in der Zeit kann man nicht. Sollte man etwa auf das Feuer, den Buchdruck, die Waschmaschine usw. verzichten? Das wäre anmaßend. Sicher, der Beipackzettel der digitalen Welt warnt, dass der fortgesetzte Gebrauch Nebenwirkungen haben kann. Dasselbe traf auf das Fernsehen zu, als man die Kinder stundenlang vor der Mattscheibe parkte, wo sie mit Gewalt, Werbung und Arabellas illustren Gästen langsam verblödeten.
Aber wieder zurück zu Facebook. Lassen wir mal die Handys beiseite, wo doch die Anwendungen des Social Network bereits zur Genüge auf den bereits bestehenden Mobiltelefonen funktionieren. Wir sollten lieber auf die Sicherheit und die Stabilität des Systems achten. Wie heißt es doch so schön: Schuster bleib bei deinen Leisten.

Die Schwarzmaler und Apokalyptiker unter uns werden dazu Internetabhängigkeit oder Cyber-relationale Abhängigkeit sagen. Die Erklärung dieses Phänomens ist aber viel banaler, sie ich sozial-technologischer Art. Alles ist im Netz. Jeden Tag nutzen wir dessen Inhalte, verlassen uns blindlings darauf und wissen es oftmals gar nicht. Auf der Bank, in der Post, auf der Autobahn, am Telefon, in der Schule, im Büro, in der Tram, dem Zug, dem Flugzeug - es gibt kein Entkommen.
Bevor es Internet gab, haben wir dasselbe mit der jeweiligen uns zur Verfügung stehenden Technologie getan: Dem Feuer, dem Rad, dem Buchdruck, der Eisenbahn, dem Telegrafen, den elektrischen Haushaltsgeräten, dem Auto, dem Radio, dem Fernsehen. Wir nutzen es, wenn wir Geld am Automaten abheben, im Supermarkt zahlen, ins Kino gehen und unseren Urlaub buchen.
Die Social Networks sind längst nicht mehr nur Zeitvertreib. Jeder kann hier seinen Bekanntenbereich abstecken und seine Zuhörer auswählen, Bekanntschaften machen, Informationen und Desinformationen folgen, und mitmachen bei politischen, sozialen, religiösen Streitigkeiten, Gossip und Banalitäten. Es ist ein neues Hilfsmittel, nicht unentbehrlich, aber nützlich, flexibel, gestaltbar und anpassungsfähig.
Zurückgehen in der Zeit kann man nicht. Sollte man etwa auf das Feuer, den Buchdruck, die Waschmaschine usw. verzichten? Das wäre anmaßend. Sicher, der Beipackzettel der digitalen Welt warnt, dass der fortgesetzte Gebrauch Nebenwirkungen haben kann. Dasselbe traf auf das Fernsehen zu, als man die Kinder stundenlang vor der Mattscheibe parkte, wo sie mit Gewalt, Werbung und Arabellas illustren Gästen langsam verblödeten.
Aber wieder zurück zu Facebook. Lassen wir mal die Handys beiseite, wo doch die Anwendungen des Social Network bereits zur Genüge auf den bereits bestehenden Mobiltelefonen funktionieren. Wir sollten lieber auf die Sicherheit und die Stabilität des Systems achten. Wie heißt es doch so schön: Schuster bleib bei deinen Leisten.
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