Das Elend der Frauen in Pakistan und Afghanistan

Veröffentlicht auf von Ingmar Link




[caption id="attachment_4693" align="aligncenter" width="502" caption="Foto: Marius Arnesen | Creative Commons Lizenz (Flickr.com)"][/caption]

Nick Clegg hat eine seiner regelmäßigen Emails an die Mitglieder der Liberalen geschickt. Er berichtet darin von seinen vor kurzem abgeschlossenen Reisen nach Afghanistan und Pakistan.

Er war sehr erschüttert angesichts der Zerstörung, die die Fluten in Pakistan angerichtet haben, welche so vielen Leuten das Leben gekostet hat. Seine Email:
Gestern war ich in Pakistan, wo ich den unfassbaren Schaden der fürchterlichen Fluten sehen konnte. Es ist fast unmöglich, das Ausmaß zu verdeutlichen — die betroffenen Gegenden haben ungefähr die Größe Großbritanniens.

Ich war tief bestürzt als ich die Fluten aus der Luft beobachtete. Leider wird es wohl Jahre brauchen, bis in Pakistan wieder Normalität eintritt. Ich traf den Präsidenten Zardari und Mitarbeiter von Hilfsorganisationen, um mit Ihnen über die Hilfe zu reden, die derzeit in Pakistan ankommt und auch über die Rolle Großbritanniens und der internationalen Gemeinschaft.

Ich bin stolz, dass die Briten und die Regierung zusammen £100m gespendet haben, um die Hilfsmaßnahmen zu unterstützen. Wenn Sie für den DEC Appeal for Pakistan spenden wollen, wie viele Leute es bereits getan haben, können Sie dies hier tun: www.dec.org.uk

Er erzählte auch von seiner Reise nach Afghanistan.
Es war mein zweiter Besuch bei unseren Streitkräften in Afghanistan, wo ich mal wieder den Mut und die Kompetenz unserer Truppen feststellen konnte. Obwohl die Situation in dem Land immer noch schwierig ist, glaube ich, dass wir langsam die Kurve kriegen. Wie der Premierminister klargestellt hat, werden die britischen Truppen Afghanistan 2015 verlassen haben und es ist wichtig, dass sich bis dahin die politische Lage stabilisiert hat, damit das Land vorankommt.

Ich weiß nicht wirklich, wie das Ganze ausgehen wird. Ich kenne nicht die Antwort aber da jetzt geplant wird, mit den Taliban zu reden, ist es unwahrscheinlich, dass die Lebensbedingungen des grössten Teils der weiblichen Bevölkerung besser werden: keine Erziehung, 80% Opfer häuslicher Gewalt, Zwangsheirat, Arbeitsverbot. Ich werde zornig, wenn ich höre, dass Tony Blair den Irakkrieg verteidigt, weil Saddam tausende seiner Landsleute vergaste und tötete. Frauen werden gefoltert, vergewaltigt und unterdrückt, das ist der Alltag in Afghanistan und es sieht ganz danach aus, als würden wir das Land verlassen, ohne dass sich etwas verbessert hätte. Dem Leid dieser Frauen hört kaum einer zu und es regt mich wirklich auf, wenn ich daran denke, wie sie leben müssen.
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