Globalisierung: der optimale Lohnunterschied

Veröffentlicht auf von admin

[caption id="attachment_508" align="alignright" width="203" caption="Foto: mathieudreo / flickr / Creative Commons Lizenz"][/caption] Ich möchte diese Analyse der Lohnunterschiede mit Ihnen teilen, weil ich glaube, dass der Text, der dem Wirtschaftsausschuss vorgeschlagen wurde in völligem Widerspruch zur Globalisierung steht. Heutzutage von einem Lohngefälle von 1 zu 20 zu sprechen, ist völlig unsinnig und entspricht keinem gültigen Kriterium, weil die Unterschiede wesentlich größer sind. Und das ist auch der Grund dafür, dass viele Firmen sich billige Arbeitskräfte weit weg von Europa gesucht haben. Wir Sozialisten müssen verstehen, dass es ein Sakrileg ist, nur auf nationaler oder europäischer Ebene zu denken. Die Wirtschaft ist globalisiert. Wenngleich die Begrenzung der Löhne ein interessantes Konzept ist, bleibt uns nichts anderes übrig, als global zu denken. Ich bin also nicht für dieses Konzept des maximalen Gehalts. Wenn ein Arbeitgeber besser oder sogar viel besser bezahlt werden möchte als seine Mitarbeiter, sollte ihm das meiner Meinung nach freistehen. Das Ziel ist es, ein optimales Lohngefälle innerhalb der Firma anzustreben. In Ihrem Text sprechen Sie von einem Verhältnis von 1 zu 25 in Frankreich. Nehmen wir an, dass dieser Unterschied bei globalen Unternehmen weltweit bei 1 zu 100 liegt. Wenn der CEO oder ein anderer Mitarbeiter des Unternehmens diesen Lohnunterschied überschreitet (was sehr wohl sein Recht ist), könnte man auf den Überschuss einen 90% Einkommensteuersatz erheben, wie es in den sechziger Jahren in den USA der Fall war. Ein aussagekräftiges Beispiel für diese Steuer. Lars Olofsson, CEO von Carrefour, verdient jährlich 1,3 Millionen Euro Brutto - im Fall von guten Unternehmensergebnissen das Dreifache. Sein chinesischer Mitarbeiter, der wohl am schlechtesten bezahlt wird, verdient tausendmal weniger (wenn überhaupt) pro Jahr ohne Bonusprämie. In schlechten Jahren müssten die 1.170.000 € Überschuss mit 90% ESt. besteuert werden. In guten Jahren ist der zu 90% besteuerte Betrag höher.
  Übersetzt von Eva Horetzeder
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