Hummusrezept: die Trampelpfade verlassen
Ich weiß nie, was mich so neugierig macht. Ist es die Tatsache, dass ich ein Küchenblog betreibe oder ist es genau diese Neugierde, die mich dazu bringt, das Ganze zu tun und immer wieder etwas Neues zu finden. Wie auch immer, wahrscheinlich ist ein bisschen von beidem mit dabei.Dieses Rezept hier ist ein Beispiel dafür. Wenn ihr beim Kochen etwas sicherer werdet, verlasst ihr die Trampelpfade und entdeckt andere Dinge. Es gibt zahlreiche Einflüsse seitens anderer Küchenblogs, von den Zeitschriften, den Kochbüchern und Restaurants, die wir besuchen, ganz zu schweigen.
Ich erinnere mich mit Stolz daran, wie ich es dank meiner Freundin Françoise geschafft habe, einen selbstgemachten Hummus zu kochen, genau wie der, den ich in Restaurants aß.
Als ich das Rezept beherrscht und es ein Dutzend Mal ausprobiert hatte, habe ich begonnen weitere Wege zu entdecken, indem ich zum Beispiel Spinat hinzugefügt habe, um daraus eine Art gewürzten Kichererbsen-Spinat-Kaviar zu machen oder indem ich die Tahina (Sesampüree) durch Mandelpüree ersetzte, zusätzlich das Ganze mit Zitrone parfümierte und mit roter Beete verrührte, um etwas Rosa reinzubringen oder indem ich ganz einfach die Kichererbsen durch weiße Bohnen und Artischocken ersetzte, oder durch Erbsen. Zu guter Letzt landete ich dann bei getrocknetem Gemüse mit diesem Pseudo-Linsen-Hummus.
Ich habe den falschen Linsen-Hummus das erste Mal für das Blog Cuisine Ethique vor ein paar Jahren vorbereitet, aber die Website wurde eingestellt, die Fair Trade Produkte verkaufen sich leider nicht so gut im Internet.
Da mein Rezept nicht mehr in Internet zu finden ist, obwohl es die Links noch gibt, denn einige von euch haben das Rezept zuhause nach gekocht, freut es mich, das Ganze erneut auf diesen Seiten mit euch zu teilen. Hier also das Rezept des falschen Linsen-Hummus.
Zutaten für einen 50 cl-Topf
• 200 g Linsen
• 1 Knoblauchzehe
• 1 Kaffeelöffel Salz
• 2 Suppenlöffel Zitronensaft
• 2 Suppenlöffel Tahina (siehe Anmerkung)
• 1 Suppenlöffel Olivenöl
• 1 Kaffeelöffel Kurkuma
• 1 Kaffeelöffel Kreuzkümmel
Vorbereitung
• spült die Linsen aus und füllt sie in einen Kochtopf.
• Bedeckt das Ganze mit kaltem Wasser, so dass die Linsen mit ungefähr 3 cm Wasser abgedeckt sind.
• Bringt zum Kochen, senkt die Hitze und lasst das Ganze ungefähr 15 Minuten köcheln, bis die Linsen zart sind.
• Lasst die Linsen eventuell abtropfen, wenn ein bisschen Wasser übrig bleibt, und füllt sie in eine Schale vom Typ Kitchen Aid.
• Während des Kochens der Linsen zerquetscht ihr eine Knoblauchzehe mit Salz, gebt den Rest der Zutaten hinzu und mischt.
• Diese Mischung gebt ihr zu den gekochten Linsen hinzu und mixt das Ganze bis ihr einen Brei bekommt.
• Schmeckt es ab und würzt eventuell nach. Jetzt könnt ihr zu Tisch bitten.
Anmerkung zu Tahina:
Tahina ist ein Brei, den man durch das Zerkleinern von Sesamkernen erhält. Ihr findet ihn auch in Bioläden - das Glas sollte nach dem Öffnen kühl gelagert werden. Manche Leute mögen den starken Geschmack von Tahina nicht, ihr könnt auch Mandelpüree benutzen. Das Ergebnis ist zwar anders, aber auch lecker.
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