Schlechtes Essen soll genauso abhängig machen wie harte Drogen

Veröffentlicht auf von Ingmar Link

Aktuelle Studien zeigen, dass Fett, Salz und Zucker, die reichlich im Billigessen vorhanden sind, den gleichen Effekt auf das Gehirn haben wie harte Drogen. Pssst, pssst... Ein kleiner Schuss Analog-Käse?

Laut einem Artikel in der letzten Ausgabe des New Scientist (*) verallgemeinert sich bei den Forschern die Ansicht, dass  schlechtes Essen abhängig macht. Laut aktuellen Studien haben (unter anderem) Ratten, die mit Bacon, Würsten, Eis und Schokolade vollgestopft wurden,  physiologische Erscheinungsbilder und Verhalten, die denen von Nagern ähneln, die man von Morphin abhängig gemacht hatte. Außerdem ist die Abhängigkeit so stark (und sie geschieht schnell), dass Hindernisse wie Stromschläge die Ratten nicht davon anhalten, ihre Droge zu futtern.

Der Hamburger, nicht besser als Heroin

Diese Ähnlichkeiten beschränken sich nicht auf Tiere. Wenn man Menschen ein Foto ihrer Lieblingsgerichte zeigt, schüttet ihr Gehirn eine große Menge an Dopamin aus. Praktisch genau dasselbe spielt sich im Hirn von Kokainabhängigen ab, denen man ein Foto mit weißem Pulver vorsetzt. Das Fazit vom New Scientist: "Es gibt nun handfeste Beweise, dass die Lebensmittel mit viel Zucker, Fett und Salz, das Gehirn manipulieren, in einer Art, wie man sie bei Drogen mit hohem Suchtpotenzial wie Kokain und Heroin antrifft".
Fetter Betrug...


Bald könnten diese Beweise dazu führen, dass die Justiz es mit der Lebensmittel- und Fastfoodindustrie aufnimmt. Genau wie bei den Klagen gegen die Tabakindustrie in den 80er und 90er Jahren könnte den Konzernen vorgeworfen werden, Lebensmittel zu Lasten der Gesundheit manipuliert zu haben.

Hank Cardello, ein ehemaliger leitender Angestellter von Coca Cola, meint, dass eine kleine Steuerförderung für Unternehmen, die gesunde Lebensmittel anbieten, helfen könnte. Er fügt Folgendes hinzu: "Die Leute werden ihr Benehmen nicht ändern. Meiner Meinung nach muss man die Kalorien aus dem Verkehr nehmen", anstatt die Lebensmittelindustrie - und die Konsumenten - mit Fett vollzustopfen. Da spricht ein Kenner...

* Falls Sie Englisch sprechen und über etwas Zeit verfügen, sollten Sie den kompletten Artikel hier lesen.
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Veröffentlicht in Frankreich

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