VisitBritain lehrt die Briten, wie sie mit Ausländern umzugehen haben
[caption id="attachment_2393" align="alignleft" width="300" caption="Foto: E01, Flickr, Creative Commons Lizenz"]
[/caption]Die von der Regierung finanzierte Nationale Tourismusagentur VisitBritain hat eine Reihe von ‘nützlichen Tipps’ zusammengestellt, dank denen wir Briten lernen sollen, wie wir im Jahre 2012 mit Menschen anderer Herkunft umgehen sollen. Das erinnert einen irgendwie an die chinesischen Spiele, bei denen Chinesen beigebracht wurde, wie sie sich während der Olympischen Spiele in Peking benehmen sollen… unter den Beispielen befindet sich der Hinweis, keine Pyjamas in der Öffentlichkeit zu tragen.
Was man tun und lassen sollte wurde von den Angestellten der Organisation in deren 35 weltweiten Niederlassungen zusammengestellt. Diese kulturellen "Benimm-Tipps" wurden danach in Länderprofile eingefügt, die von VisitBritain kreiert wurden. Komischerweise sollen wir nicht über "den Krieg" mit Mexikanern reden, während wir mit den Deutschen "versuchen sollen, ein bisschen von deren Sprache zu sprechen".
Das Lehrbuch weist uns auch auf Ausdrücke hin, auf die wir im Laufe eines Gesprächs mit Südafrikanern stossen könnten. Anscheinend werden Ampeln dort "Roboter" genannt und "Tackies" sind Sneakers. Wir sollten jemandem aus Hong Kong nie zuzwinkern – das wird wohl überhaupt nicht gerne gesehen. Auch wenn vermutungsweise die meisten Leute das hier wohl wissen, weist der Guide darauf hin, dass es als unhöflich gilt, einen Kanadier "Amerikaner" zu nennen.
Uns Briten erklärt man außerdem, wie wir in Anwesenheit von Argentiniern unseren Wein zu trinken haben: Ihn mit der Handfläche nach oben einzuschenken ist Zeichen von Feindseligkeit. Diese kleinen Tipps sind eine Mischung aus gesundem Menschenverstand und Allgemeinwissen. Meiner Meinung nach sollten die Menschen sich einfach so benehmen wie immer, gleichzeitig aber auf Manieren achten, damit eine gute, freundliche Atmosphäre entsteht.
Angesichts der Hunderttausenden von Gästen, die einen Besuch bei den Olympischen und Paralympischen Spielen planen, sagt Sandy Dawe, Vorsitzende bei Visit Britain, dass es wichtig sei, "den ausländischen Gästen einen freundlichen Empfang zu geben, denn dies sei unverzichtbar für unsere Wirtschaft".
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