Geld oder Menschenrechte? Die FIFA hat sich entschieden

Veröffentlicht auf von Ingmar Link

[caption id="attachment_8555" align="aligncenter" width="557" caption="Bild von Lost in Transit | Flickr.com | CC Lizenz "][/caption]

Ich mag wirklich kein Fußball. Ich mache eine Ausnahme bei [dem schottischen Verein] Inverness Caledonian Thistle, aber ansonsten wünsche ich mir bei jeder WM, es gäbe einen anderen Planeten auf den ich mich verziehen könnte.

Dass ich den Sport nicht mag, liegt wohl daran, dass ich es übertrieben finde, wie viel Geld, Fernsehzeit und Ressourcen hinein fließen. Es gibt noch viel mehr Sportarten, Ihr kennt die vielleicht gar nicht, denn der Fußball dominiert alle Sportmedien.

Der Gedanke, dass das größte Turnier der Welt auf britischem Boden stattfinden könnte, war mir ziemlich unangenehm: Bei all der überzogenen Berichterstattung würde ja sogar die Königliche Hochzeit so unbedeutend wie ein dörfliches Kaffeekränzchen erscheinen lassen. Ich bin mir sicher, dass die Bewerbung sehr gut war, aber ich bin wirklich glücklich, dass es nochmal 20 Jahre dauern wird, bevor das Ganze auf britischem Boden stattfindet.

Doch angesichts der Menschenrechtsfragen wäre es mir lieber gewesen, das Ganze hätte in England stattgefunden anstatt in Katar oder Russland.

Es könnte Euch interessieren, dass die FIFA die beiden nächsten Weltmeisterschaften an Länder vergeben hat, die bei der UNO dafür gestimmt haben, aus einer Resolution gegen willkürliche Hinrichtungen eine Passage zu streichen, die spezifisch Hinrichtungen aufgrund der Sexualorientierung verbietet. Das berichtet das New Humanist Blog hier. Sogar Israel hat dagegen gestimmt, um Himmels willen. Homosexualität ist in Katar mit 5 Jahren Gefängnis strafbar.

Es macht mich wütend, wenn Länder, die Menschenrechte nicht sonderlich achten, dennoch diese Art von internationaler Anerkennung genießen.
Werbung

Veröffentlicht in Sport

Um über die neuesten Artikel informiert zu werden, abonnieren:
Kommentiere diesen Post