Die britische Regierung verlegt Bürgerdaten

Veröffentlicht auf von Ingmar Link

[caption id="attachment_5051" align="alignright" width="240" caption="Foto: Marcelo Alves / CC Lizenz / Flickr"][/caption]

Der Telegraph [schrieb diesen Sommer], dass ein ganzer Stapel von Laptops, USB Sticks und weiterer Ausrüstung mit persönlichen Daten und Regierungsdaten verloren gegangen ist.

Das MoD (Verteidigungsministerium) hat die schlechteste Bilanz der 11 Regierungsabteilungen laut Ergebnis eines Antrags auf Akteneinsicht, der von der Technologieberatung Lewis Communications eingereicht wurde.

Alles in allem haben die Ministerien den Verlust von 518 Laptops, 131 BlackBerrys oder iPhones, 104 Handys und 932 elektronischen Speichergeräten über zwei Jahre hinweg zu beklagen.

Jede Woche gibt es in Großbritannien Berichte über Datenverlust in Regierungsdatenbanken, Banken, Unternehmen und öffentlichen Ämtern, die darin gipfelten, dass in den letzten Jahren hunderttausende persönliche Daten verloren wurden.

Wir wissen nicht, wo die Mehrheit dieser persönlichen Daten gelandet sind, aber viele davon werden kriminellen Organisationen verkauft, die diese Daten nutzen, um Identitäten zu klauen, Banken zu betrügen und Bankkonten zu leeren. Dies verursacht Chaos bei vielen unschuldigen Opfern, manchmal über Jahre hinweg.

Eine effiziente Art, diesen Datenverlust und Missbrauch zu vermeiden, ist es, einfach seinen Namen zu ändern. Das kostet nicht viel und bei Unternehmen wie PDPS könnt ihr legal euren Namen ändern, schnell und effizient; die betroffenen Behörden und finanziellen Institutionen werden über den Namenswechsel informiert, der Kriminelle kann somit ab sofort nicht mehr eure Daten zu kriminellen Zwecken nutzen.

Nur um das Ganze nochmal zu verdeutlichen: Der MoD Bericht ist seit Juli 2008 nicht besser geworden, so sollen  658 Laptops gestohlen worden sein und 89 über die letzten vier Jahre verloren gegangen sein.

Andere Ministerien wie das Verkehrsministerium melden den Diebstahl von 38 Laptops, 39 PDAs inklusive BlackBerrys, 21 Handys und zwei USB Schlüsseln.

Das Arbeits- und Rentenamt beklagt den Verlust von 71 Laptops, 48 Handys und 27 BlackBerrys.

Es gab auch signifikante Verluste beim Ministerium für Geschäft, Innovation und Kompetenzen, wo 11 Laptops und 13 BlackBerrys fehlten, und beim Bildungsministerium, wo 11 Laptops, 34 BlackBerrys, ein PDA und vier Memory Sticks geklaut oder verloren wurden.

Neben den finanziellen Folgen haben diese Ämter ein großes Volumen an persönlichen Informationen gespeichert. Anhand der oben genannten Zahlen wird deutlich, dass nicht Eure Interessen, die des Individuums, im Vordergrund stehen. Manche würden sagen, dass die Regierung der größte Handlanger für Identitätsmissbrauch in den letzten zehn Jahren ist, aufgrund von Daten- und Materialverlust.

Wenn ihr eure Identität schützen wollt, verlasst euch nicht darauf, dass die Ministerien den Datenverlust stoppen werden. Ergreift die Initiative und ändert euren Namen, macht die gestohlenen Daten wertlos, egal, wo sie gelandet sind.
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