Generalstreik heute in Spanien: Gründe, mitzumachen…oder auch nicht
[caption id="attachment_5005" align="alignright" width="239" caption="Logo der Partei Izquierda Unida für den Generalstreik vom 29. September "]
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Wie schon zu erwarten war, spannt sich die Stimmung diese Woche für den Generalstreik kommende Woche an. Dies konnten wir auch anhand Eurer Kommentare bemerken. Um die mir so eigene Äquidistanz zu bewahren habe ich Euch eine Zusammenfassung der beiden Meinungen bezüglich der Arbeitslosigkeit geschrieben, um diesem langweiligen Donnerstag Nachmittag etwas Leben einzuhauchen.
Vorweg möchte ich gerne ein wichtiges Detail hervorheben, welches ein Leser kommentiert hatte:
Der Generalstreik wird für die teilnehmenden Arbeiter wirtschaftliche Konsequenzen haben. Für den Tag des Generalstreikes muss der proportionelle Betrag der wöchentlichen Ruhetage abgezogen werden. Bei einem Lohn von 2.500 Euro Brutto monatlich bedeutet dies 116,67 Euro (83,33 für den Tag und der Rest für die wöchentlichen Ruhetage).
Jetzt, wo wir dies wissen, gehen wir zu den Gründen über, am Streik teilzunehmen, die unser Leser “noaladerecha” (“Nein zu Rechts”) unzählige Male niedergeschrieben hat.
Und fahren wir fort mit der "Copero"-Replik:
*Anmerkung der Editoren:
Liberados sindicales ("Befreite Gewerkschafter"): In Spanien erhalten Vertrauensleute bezahlte Freizeit, um ihren Pflichten bei der Gewerkschaft nachzugehen. Wenn mehrere Vertrauensleute im selben Unternehmen arbeiten, können sie diese Zeit auf einen einzigen Arbeitervertreter übertragen.
[/caption]Wie schon zu erwarten war, spannt sich die Stimmung diese Woche für den Generalstreik kommende Woche an. Dies konnten wir auch anhand Eurer Kommentare bemerken. Um die mir so eigene Äquidistanz zu bewahren habe ich Euch eine Zusammenfassung der beiden Meinungen bezüglich der Arbeitslosigkeit geschrieben, um diesem langweiligen Donnerstag Nachmittag etwas Leben einzuhauchen.
Vorweg möchte ich gerne ein wichtiges Detail hervorheben, welches ein Leser kommentiert hatte:
Der Generalstreik wird für die teilnehmenden Arbeiter wirtschaftliche Konsequenzen haben. Für den Tag des Generalstreikes muss der proportionelle Betrag der wöchentlichen Ruhetage abgezogen werden. Bei einem Lohn von 2.500 Euro Brutto monatlich bedeutet dies 116,67 Euro (83,33 für den Tag und der Rest für die wöchentlichen Ruhetage).
Jetzt, wo wir dies wissen, gehen wir zu den Gründen über, am Streik teilzunehmen, die unser Leser “noaladerecha” (“Nein zu Rechts”) unzählige Male niedergeschrieben hat.
Gründe, am Streik teilzunehmen:
-
- Um zur Arbeitsreform Nein zu sagen.
- Nein zur Reform des Rentensystems.
- Nein zur Reform des Finanzsektors.
- Nein zum Sparplan bei den öffentlichen Ausgaben.
- Nein zur Erhöhung indirekter Steuern wie der Mehrwertsteuer.
- Nein zu den unbegründeten Unterstellungen der Regierung hinsichtlich der Arbeitslosen.
- Um diese ungerechten, regressiven, unsolidarischen und antisozialen Maßnahmen zu besiegen.
- Weil die sozialen Errungenschaften nicht unvergänglich sind und verteidigt werden müssen.
- Weil diese Maßnahmen einen Angriff auf die gesamte Gesellschaft darstellen.
- Um zu verlangen, dass andere Alternativen in Erwägung gezogen werden
Und fahren wir fort mit der "Copero"-Replik:
Gründe, nicht am Streik teilzunehmen:
-
- Um zu den Gewerkschaftern Nein zu sagen.
- NEIN dazu, dass sie die Hand für Zahlungen aufhalten und dann bei der Regierung schleimen.
- NEIN dazu, dass sie 3 Jahre lang die Augen verschlossen haben während 3 Millionen Personen arbeitslos waren.
- NEIN zu den befreiten Gewerkschaftern*, deren Arbeit zweimal bezahlt wird: Ihre Stelle, die leer bleibt, und das Anstellen eines anderen Arbeiters, der was leisten muss.
- NEIN dazu, dass sie Geld für jede Entlassung bekommen. Die 400-500, die sie direkt für jede Entlassung verdienen, plus 10-15 %, die sie erhalten wenn dem Entlassenen mehr als 20 Tage pro Jahr ausgezahlt werden…auf diese Weise wird die Anzahl der Arbeitslosen erhöht und sie SCHWEIGEN!!!
- NEIN zu der unbegründeten Unterstellung der Gewerkschaften, die die Unternehmer in ihren Videos als frauenfeindlich, faschistisch, arrogant, bedrohlich und schäbig abstempeln.
- Um diese vertikal organisierten franquistischen Gewerkschaften zu besiegen.
- Damit jeder Arbeiter für seine Arbeit bezahlt wird und nicht für entferntes Unheil zahlen muss.
- Weil diese Gewerkschaften der Arbeit Fesseln anlegen und einen Angriff auf den Wohlfahrtsstaat darstellen.
- Um zu verlangen, dass es Alternativen zu Futterraub-Gewerkschaftlern gibt.
- Damit ein Arbeiter seiner Arbeit nachgehen kann, ohne dass ihm hierfür das Auto oder Gesicht zerkratzt wird, oder er bedroht oder schikaniert wird.
- ES GIBT ALTERNATIVEN…und die erste ist ein Leben OHNE GEWERKSCHAFTEN.
*Anmerkung der Editoren:
Liberados sindicales ("Befreite Gewerkschafter"): In Spanien erhalten Vertrauensleute bezahlte Freizeit, um ihren Pflichten bei der Gewerkschaft nachzugehen. Wenn mehrere Vertrauensleute im selben Unternehmen arbeiten, können sie diese Zeit auf einen einzigen Arbeitervertreter übertragen.
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