Die Klimaerwärmung ist keine Bedrohung, weil "Gott den Planeten schützt"

Veröffentlicht auf von Tim Jack

[caption id="attachment_7313" align="alignright" width="199" caption="Der Abgeordnete John Shimkus, Foto: Wikimedia Commons"][/caption] Für den republikanischen Anwärter auf die Präsidentschaft des Kommitees für Energie und Handel des US Repräsentantenhauses John Shimkus, ist es reine Zeitverschwendung, sich um den Klimawandel sorgen zu machen. Wir bräuchten uns nicht zu fürchten, sagt er und den Beweis, den liefere die Bibel. Um klar zu machen, wie idiotisch Maßnahmen gegen die Treibhausgasemissionen seiner Ansicht nach sind, hat dieser Politiker am 25. März letzten Jahres während einer Parlamentsdebatte die Bibelverse 21 und 22 des achten Kapitels der Genesis vorgelesen. Dort verspricht Gott Noah, dass es nach der großen Flut nicht zu einer weiteren Überschwemmung der Erde kommen wird. Dies sind die geheiligten Worte, die Shimkus vorgelesen hat:
Ich will hinfort nicht mehr die Erde verfluchen um der Menschen willen; denn das Dichten und Trachten des menschlichen Herzens ist böse von Jugend auf. Und ich will hinfort nicht mehr schlagen alles, was da lebt, wie ich getan habe. Solange die Erde steht, soll nicht aufhören Saat und Ernte, Frost und Hitze, Sommer und Winter, Tag und Nacht. (Genesis 8: 21-22.)
Als wäre das nicht schon genug, zitierte er auch noch Vers 31 aus dem Matthäus-Evangelium, der keinen Zweifel daran lässt, dass es Gott ist, der entscheidet, wann alles den Bach runtergeht:
Und er wird seine Engel senden mit hellen Posaunen, und sie werden seine Auserwählten sammeln von den vier Winden, von einem Ende des Himmels bis zum andern. (Matthäus 24: 31.)
Shimkus schlussfolgerte:
Dies ist, denke ich, das unfehlbare Wort Gottes. Das ist es, was mit seiner Schöpfung passieren wird. Das Ende der Welt wird erst kommen, wenn Gott entscheidet, dass es so weit ist. Der Mensch wird die Erde nicht zerstören. Die Erde wird nicht durch eine Überschwemmung zerstört werden.
Das solche Typen Einfluss auf die Energiepolitik des mächtigsten Landes der Welt haben, hört sich nach einer Folge der Simpsons an oder nach einem schlechten Katastrophenfilm von Roland Emmerich. Wir hadern ja schon mit dem Cousin von Rajoy ...1 Sollten Sie diese Geschichte nicht glauben können, schauen Sie sich doch das Video dieses glorreichen Einwurfs an. Juan Cole, Professor für Geschichte an der Universität Michigan, hat es für die Nachwelt bewahrt.
  Anmerkung der Editoren: 1 Mariano Rajoy, spanischer konservativer Politiker. Er hat 2007 Aufsehen erregt, als er erzählte, dass einer seiner Vetter, ein Physikprofessor, ihm zum Thema globale Erwärmung Folgendes gesagt habe: "Die zehn besten Wissenschaftler der Welt können noch nicht mal vorhersagen, wie das Wetter morgen in Sevilla wird". Rajoy schloss daraus, dass man nicht die gesamte Energiepolitik von solch unzuverlässigen Vorhersagen abhängig machen könne.
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