Die Kunst, Champagner zu sabrieren!

Veröffentlicht auf von Ingmar Link

(...) Der Begriff "sabrer" (säbeln/sabrieren) wurde vor ein paar Jahrhunderten erfunden. Denn der Säbel gab den Militärfesten den nötigen Glanz. Es war Tradition, den Champagner mit Hilfe eines Säbels zu öffnen.

[caption id="attachment_14539" align="aligncenter" width="587" caption="Champagner-Säbel. Foto: Slartibartfass, Wikimedia Commons"][/caption]

Der Korken sprang und die kostbare Flüssigkeit ergoss sich in Strömen. Diese Tradition scheint längst vergangen, es gibt sie jedoch immer noch innerhalb der großen "Maisons de Champagne" (Champagnerhersteller), bei gewissen militärischen Institutionen oder ganz einfach anlässlich von Weinkunde-Veranstaltungen in der Champagne-Gegend.


Wie sabriert man Champagner?

[caption id="attachment_14547" align="alignleft" width="236" caption="Agraffe. Foto : Champagne Dumangin"][/caption]

Eine Champagner-Flasche zu sabrieren ist beeindruckend und spektakulär. Trotzdem ist es nicht besonders schwer.

Man muss einen sogenannten "briquet"-Säbel (Feuerzeug oder Stulle auf französisch) benutzen. Dieser ist kurz und untersetzt, und wird von der Infanterie benutzt.

Die Klinge des Säbels muss da, wo der Draht der Agraffe unter dem Flaschenkopf entlangläuft, auf die Kante des Halses stoßen.

Vergesst nicht, dass der Korken mit viel Druck abspringt, unter dem kombinierten Effekt aus Champagnerdruck und Säbelschock.

Daher muss die Bewegung schnell sein, kurz und sicher. Es ist wichtig, den Stoß bis zum Schluss zu begleiten.

Ein paar Vorsichtsmaßnahmen

Natürlich ist bekannt, dass der Säbel eine gefährliche Waffe bleibt. Stellt euch nicht die mögliche Fluglinie des Korkens!


Kinder sollten sich nicht am Säbel versuchen... Zu guter Letzt, in Maßen genießen!



Anmerkung der Editoren: Und so sieht es aus:






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