Moderne Kunst und Wein: Genießer-Rundreise in der Toskana
[caption id="attachment_8085" align="aligncenter" width="483" caption="Giardino Spoerri"]
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In Seggiano (Grosseto) lädt der Giardino Spoerri des Künstlers Daniel Spoerri (www.danielspoerri.org) in Gestalt von 87 raffinierten Kunstwerken zum Lustwandeln ein, welche sich mit der Landschaft um Montalcino harmonisch vereinen. Metall, Humor und ironische Experimentierkunst sind die Zutaten, die hier merkwürdigste Installationen haben entstehen lassen. Wenn man dann mit einem Gläschen Poliziano Le Stanze 2001 (www.carlettipoliziano.com) in diesem Lustgarten spazierengeht, so lassen sich in diesem edlen Tropfen das heilsam-kräftige Aroma des Eichenholzes und pralle Gewürznoten ebenso auffinden wie das Aroma von Sauerkirschkonfitüre mit Ahnungen von Cassis. Eine Kultur des Paradoxes.
Der nächste Park ist ein Lehrstück in Sachen Integration mit der natürlichen Umgebung, da jedes Kunstwerk genau auf die räumlich-zeitlichen Anforderungen des Standortes abgestimmt wurde. Es handelt sich um den Parco Sculture del Chianti, in Pievasciata (www.chiantisculpturepark.it). Der Erbauer Piero Giadrossi wollte mit diesem Park aufzeigen, dass eine Wechselwirkung zwischen den verschiedenen Kulturen der Erde durchaus möglich ist. Dazu reicht man den Chianti Classico Riserva Rancia 1999 aus der Fattoria di Felsina, mit Sangiovese-Trauben aus dem Hof von Versailles, einem Füllhorn aus Veilchenaroma, Kaffee und mineralischer Note (www.felsina.it). Wahre gläserne Dithyramben für den ekstatischen Genießer.
Die kindliche Welt des Spiels, in dem beliebige Gegenstände oder Farben sich jederzeit in Drachen oder in ein Traumschloss verwandeln können, wird hier heraufbeschwört. Im Giardino dei Tarocchi in der Ortschaft Garavicchio (GR), nahe bei Capalbio, wird uns die Kunst von Niki de Saint Phalle (www.nikidesaintphalle.com) auf sybillinische Art und Weise präsentiert. Groteske Monster, Karusselle, die im Nichts beginnen und enden, Festungen einer halluzinierenden Scheherazade und eine Unmenge riesenhafter Spielzeuge. Zwischen all den Schnurren und Grotesken macht sich ein Kelch Caliscana Fior Fiore 2005 aus dem Herzen der Maremma gut, Frucht der seltenen Ansonica-Weinrebe, mit strohgelber Farbe und dem Duft weißer Blumen sowie Noten reifen Obstes (www.caliscana.it). Unbeschwerte jugendliche Verstiegenheit.
Wer Natur und “Umweltkunst” in einer süßen und sanften Liebesbegegnung, gleichermaßen dem Zwischenreich der Poesie der Umarmung und der entfesselten Leidenschaft der Liebenden kennenlernen möchte, der muss zur La Fattoria di Celle in Santomato di Pistoia (www.goricoll.it) kommen. Dort wird die Land Art vergeistigt und in der reinsten Form wiedergegeben. Hier öffnen Robert Morris, Fausto Melotti, Sol LeWitt und Michelangelo Pistoletto das Künstlerherz dem Reiz der Natur. Ein Park, in dem der Genuss des Dolce Sera (www.fattoriadelteso.it) ein uneheliches Vergnügen bereitet. Die süßen Weinstöcke von Trebbiano und Colombana, in denen kandierte Früchte, Karamell und Trockenblumen mitschwingen und mit verstohlenen Mandelkuchennoten und reifen Käsesorten abwechseln. Der Romantizismus des untreuen Herzens.
Der Weg zur Weisheit muss notwendigerweise über den Mystizismus der Worte führen, egal ob diese nun lateinischen oder romanischen Ursprungs sind. Sheppard Craige hat dem Ort San Giovanni d’Asso (Siena) aus Amerika seine abgeklärte Philosophie übergestülpt. Sein Bosco della Ragnaia (www.laragnaia.com) ist ein gigantisches Werk, das auf dem Vernunftkonzept der Renaissance-Gärten und der alchemistischen Verrücktheit der Wörter gründet. Semantisch kommt man der Wahrheit auf die Spur, aber zuerst muss man sich vom Schauspiel der Natur überwältigen lassen. Danach bleibt einem nichts mehr, als mit einem Glas Brunello di Montalcino Riserva 2001 Donatella Cinelli Colombini (www.cinellicolombini.it) mit seinem opulenten Bouquet aus Heidelbeeren, Johannisbeeren, Veilchen und Duftnoten von Leder und Tabak und dem großen Gaumenvergnügen aus Sauerkirsche und Pflaume im Abgang umherzuschweifen. Symmetrie der Wörter.
Einen Künstlergarten mitten in Florenz gibt es auch. Darin sind 200 Werke des Bildhauers Enzo Pazzagli zu sehen, die alle Liebhaber des ästhetischen Idylls in eine surreale Atmosphäre versetzen werden, da jede einzelne Kreation für sich verbleibt und schweigsam und unbeweglich zum Horizont des Flusses Arno schaut. Durch diesen monothematischen Park (www.pazzagli.com) verläuft eine Eisenbahnlinie, um den hier Wandelnden daran zu erinnern, dass auch die Kunst vergänglich ist. Der witterungsbeständige Stahl verwandelt sich unter den Händen des Künstlers in unzählige, große wie winzige Kunstwerke. Die kleinen Kreationen muss man mit dem Carmignano Docg Riserva 2000 (www.piaggia.com) tränken, einem bedeutenden Rotwein aus Sangiovese-, Merlot- und Cabernet Sauvignon-Trauben. Klar sticht das Aroma aus Waldfrüchten, Vanille und Lakritze heraus. Stählerne Reflektionen.
[/caption]Kunst, Natur und Wein, die bukolische Ménage à trois, die immer schon den Ästheten Inspiration für Geist und Körper war. In diesem Beitrag möchten wir Sie mit einigen Feinschmecker-Rundreisen durch Künstlergärten Italiens vertraut machen. Hervorragenden Wein inmitten von Kunstwerken zu genießen, wo geht das besser als in der Toskana.
In Seggiano (Grosseto) lädt der Giardino Spoerri des Künstlers Daniel Spoerri (www.danielspoerri.org) in Gestalt von 87 raffinierten Kunstwerken zum Lustwandeln ein, welche sich mit der Landschaft um Montalcino harmonisch vereinen. Metall, Humor und ironische Experimentierkunst sind die Zutaten, die hier merkwürdigste Installationen haben entstehen lassen. Wenn man dann mit einem Gläschen Poliziano Le Stanze 2001 (www.carlettipoliziano.com) in diesem Lustgarten spazierengeht, so lassen sich in diesem edlen Tropfen das heilsam-kräftige Aroma des Eichenholzes und pralle Gewürznoten ebenso auffinden wie das Aroma von Sauerkirschkonfitüre mit Ahnungen von Cassis. Eine Kultur des Paradoxes.
Der nächste Park ist ein Lehrstück in Sachen Integration mit der natürlichen Umgebung, da jedes Kunstwerk genau auf die räumlich-zeitlichen Anforderungen des Standortes abgestimmt wurde. Es handelt sich um den Parco Sculture del Chianti, in Pievasciata (www.chiantisculpturepark.it). Der Erbauer Piero Giadrossi wollte mit diesem Park aufzeigen, dass eine Wechselwirkung zwischen den verschiedenen Kulturen der Erde durchaus möglich ist. Dazu reicht man den Chianti Classico Riserva Rancia 1999 aus der Fattoria di Felsina, mit Sangiovese-Trauben aus dem Hof von Versailles, einem Füllhorn aus Veilchenaroma, Kaffee und mineralischer Note (www.felsina.it). Wahre gläserne Dithyramben für den ekstatischen Genießer.
Die kindliche Welt des Spiels, in dem beliebige Gegenstände oder Farben sich jederzeit in Drachen oder in ein Traumschloss verwandeln können, wird hier heraufbeschwört. Im Giardino dei Tarocchi in der Ortschaft Garavicchio (GR), nahe bei Capalbio, wird uns die Kunst von Niki de Saint Phalle (www.nikidesaintphalle.com) auf sybillinische Art und Weise präsentiert. Groteske Monster, Karusselle, die im Nichts beginnen und enden, Festungen einer halluzinierenden Scheherazade und eine Unmenge riesenhafter Spielzeuge. Zwischen all den Schnurren und Grotesken macht sich ein Kelch Caliscana Fior Fiore 2005 aus dem Herzen der Maremma gut, Frucht der seltenen Ansonica-Weinrebe, mit strohgelber Farbe und dem Duft weißer Blumen sowie Noten reifen Obstes (www.caliscana.it). Unbeschwerte jugendliche Verstiegenheit.
Wer Natur und “Umweltkunst” in einer süßen und sanften Liebesbegegnung, gleichermaßen dem Zwischenreich der Poesie der Umarmung und der entfesselten Leidenschaft der Liebenden kennenlernen möchte, der muss zur La Fattoria di Celle in Santomato di Pistoia (www.goricoll.it) kommen. Dort wird die Land Art vergeistigt und in der reinsten Form wiedergegeben. Hier öffnen Robert Morris, Fausto Melotti, Sol LeWitt und Michelangelo Pistoletto das Künstlerherz dem Reiz der Natur. Ein Park, in dem der Genuss des Dolce Sera (www.fattoriadelteso.it) ein uneheliches Vergnügen bereitet. Die süßen Weinstöcke von Trebbiano und Colombana, in denen kandierte Früchte, Karamell und Trockenblumen mitschwingen und mit verstohlenen Mandelkuchennoten und reifen Käsesorten abwechseln. Der Romantizismus des untreuen Herzens.
Der Weg zur Weisheit muss notwendigerweise über den Mystizismus der Worte führen, egal ob diese nun lateinischen oder romanischen Ursprungs sind. Sheppard Craige hat dem Ort San Giovanni d’Asso (Siena) aus Amerika seine abgeklärte Philosophie übergestülpt. Sein Bosco della Ragnaia (www.laragnaia.com) ist ein gigantisches Werk, das auf dem Vernunftkonzept der Renaissance-Gärten und der alchemistischen Verrücktheit der Wörter gründet. Semantisch kommt man der Wahrheit auf die Spur, aber zuerst muss man sich vom Schauspiel der Natur überwältigen lassen. Danach bleibt einem nichts mehr, als mit einem Glas Brunello di Montalcino Riserva 2001 Donatella Cinelli Colombini (www.cinellicolombini.it) mit seinem opulenten Bouquet aus Heidelbeeren, Johannisbeeren, Veilchen und Duftnoten von Leder und Tabak und dem großen Gaumenvergnügen aus Sauerkirsche und Pflaume im Abgang umherzuschweifen. Symmetrie der Wörter.
Einen Künstlergarten mitten in Florenz gibt es auch. Darin sind 200 Werke des Bildhauers Enzo Pazzagli zu sehen, die alle Liebhaber des ästhetischen Idylls in eine surreale Atmosphäre versetzen werden, da jede einzelne Kreation für sich verbleibt und schweigsam und unbeweglich zum Horizont des Flusses Arno schaut. Durch diesen monothematischen Park (www.pazzagli.com) verläuft eine Eisenbahnlinie, um den hier Wandelnden daran zu erinnern, dass auch die Kunst vergänglich ist. Der witterungsbeständige Stahl verwandelt sich unter den Händen des Künstlers in unzählige, große wie winzige Kunstwerke. Die kleinen Kreationen muss man mit dem Carmignano Docg Riserva 2000 (www.piaggia.com) tränken, einem bedeutenden Rotwein aus Sangiovese-, Merlot- und Cabernet Sauvignon-Trauben. Klar sticht das Aroma aus Waldfrüchten, Vanille und Lakritze heraus. Stählerne Reflektionen.
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