Brustkrebs bei Facebook zensiert

Veröffentlicht auf von Ingmar Link



Anna Antell ist eine Überlebende. Nach intensiver Behandlung, darunter eine Mastektomie, beschliesst sie, Fotos von operierten Frauen zu machen.

Die Bilder werden in Oxford ausgestellt (Malmaison Hôtel).

Parallel dazu erstellt sie eine Facebook Seite, auf der sie die Bilder veröffentlicht.

Diese Woche staunt sie nicht schlecht als sie bemerkt, dass das Facebook Team einen großen Teil der Bilder gelöscht hat, nämlich jene, auf denen die "Amazonen"-Frauen zu sehen sind.

Sie bestellt die Presse zu sich und gestern erscheinen - oh Wunder - die "einbrüstigen" Bilder wieder. Den Website-Verantwortlichen zufolge wurden diese Fotos gesperrt, weil "sie Nacktheit darstellen und nicht wegen des spezifischen Charakters dieser Nackheit".

Aber die Freude währt nicht lange, denn heute sind nicht nur die Bilder, sondern die komplette Seite verschwunden!

Anscheinend handelt das soziale Netzwerk öfters so: 2009 war das Gleiche Sharon Adams passiert, die auch den Brustkrebs besiegt hat.

Damals hatte Facebook der jungen Frau eine Nachricht geschickt, in der die "sexuelle und unangebrachte" Prägung der Fotos beanstandet wurde.

Aber das soziale Netzwerk hatte seinen Fehler schnell gestanden und gutgemacht.

Doch das Problem ist, dass die FB-Seite der Ausstellung "The Scar Project" von der ich Euch in diesem Post erzählte, ebenfalls von der Zensur betroffen ist!

Doch nicht alle Fotos wurden gelöscht und jetzt wundere ich mich, dass Bilder von doppelter Mastektomie und von Brustrekonstruktion wie dieses hier noch online sind:



Wird das Nacktheitsargument also nur angeführt, wenn es um einbrüstige Frauen geht? Anzüglich wäre also nur der Anblick einer Brust und nicht der von zweien oder gar keiner.

Dieser Übereifer bei der Moderation ist anscheinend kein vereinzeltes Beispiel. In der Tat postete eine junge Künstlerin aus dem Elsass eine Darstellung einer Frau, deren Busen Blitze abwirft. Es ging darum, eine Party in Paris anzukündigen. Sie erhielt sofort eine Email, in der man sie darauf hinwies, dass sie gegen die Nutzungsregeln verstossen habe.

Marie Meier hat sich für Autozensur entschlossen. Die Blitze hat sie durch Sterne ersetzt.



Also, auch hier Pornografie?

Die Moderatoren legen wohl verschiedene Massstäbe an, wenn sie die Bilder oder Fotos beurteilen, die regelmäßig auf ihrer Seite erscheinen.

Ich habe daher beschlossen, auf meiner Seite, meiner Gruppe und meinem Facebook Profil diesen Post mit diesem Foto anzukündigen. 


Ich bin gespannt, ob die Zensur funktioniert!

Quellen: News BBC. co.uk/ Métro.co.uk/Le soir.be
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Veröffentlicht in Frankreich

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