Die 33 Chilenen: Informationsüberfluss
[caption id="attachment_5731" align="aligncenter" width="561" caption="Foto Flickr/Rescatemineros. CC-Lizenz"]
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Gut, das alles haben wir. Und zweifelsohne sind wir froh, dass alles gut ausgegangen ist. Ich bin mir allerdings nicht sicher, ob es wirklich nötig war, aus all dem ein solches Spektakel zu veranstalten. Fernsehsender aus der ganzen Welt haben die selben Bilder aufgezeichnet, Journalisten die selbe Story erzählt (oder auch nicht, denn eine Rettungsaktion ist etwas sehr langsames und es passiert kaum etwas), Fotografen die selben Fotos geschossen.
War das wirklich nötig? Ich bin für den Informationspluralismus und sicher, wenn niemand anwesend gewesen wäre, wären wir dem Risiko ausgesetzt gewesen, nur offizielle chilenische Information zu bekommen. Aber zwischen diesen beiden Extremen wäre auch ein gesundes Mittelmaß möglich gewesen. Es waren ja nicht nur die anwesenden Medien, sondern das ständige Echo, unter dem wir leiden mussten (ja, leiden) bei jeder einzelnen Bewegung der Kapsel, jedem Atemzug, jeder Umarmung...
Manchmal glaube ich, dass die Medien (unter ihre konstante Beschwerde über den Journalismus im Allgemeinen) geben sich mehr Mühe, Nachrichten zu kreieren als über diese zu berichten.
PS: Wie lange wird Telecinco [Anm.d.Ü.: spanischer öffentlicher Fernsehkanal] brauchen , um eine Reality-Show über Leute, die in einer Mine eingesperrt sind, zu produzieren?
[/caption]Gut. Hollywood (oder zumindest die schäbigere spanische Version des Senders Antena3 [Anm.d.Ü.: spanischer privater nationales Fernsehsender]) hat die perfekte Story: die Furcht, dass diese 33 Minenarbeiter gestorben sind, die harte Arbeit, das Leiden tief unter der Erdoberfläche, ein Präsident, der in erster Reihe steht (denn in den Filmen kommen die Präsidenten immer gut an) und ein Happy End.
Einschliesslich der Liebesgeschichte von einem der Bergleute. Der Film wäre zweifelsfrei eine Mischung aus Überleben und Buried - Lebend begraben.
Gut, das alles haben wir. Und zweifelsohne sind wir froh, dass alles gut ausgegangen ist. Ich bin mir allerdings nicht sicher, ob es wirklich nötig war, aus all dem ein solches Spektakel zu veranstalten. Fernsehsender aus der ganzen Welt haben die selben Bilder aufgezeichnet, Journalisten die selbe Story erzählt (oder auch nicht, denn eine Rettungsaktion ist etwas sehr langsames und es passiert kaum etwas), Fotografen die selben Fotos geschossen.
War das wirklich nötig? Ich bin für den Informationspluralismus und sicher, wenn niemand anwesend gewesen wäre, wären wir dem Risiko ausgesetzt gewesen, nur offizielle chilenische Information zu bekommen. Aber zwischen diesen beiden Extremen wäre auch ein gesundes Mittelmaß möglich gewesen. Es waren ja nicht nur die anwesenden Medien, sondern das ständige Echo, unter dem wir leiden mussten (ja, leiden) bei jeder einzelnen Bewegung der Kapsel, jedem Atemzug, jeder Umarmung...
Manchmal glaube ich, dass die Medien (unter ihre konstante Beschwerde über den Journalismus im Allgemeinen) geben sich mehr Mühe, Nachrichten zu kreieren als über diese zu berichten.
PS: Wie lange wird Telecinco [Anm.d.Ü.: spanischer öffentlicher Fernsehkanal] brauchen , um eine Reality-Show über Leute, die in einer Mine eingesperrt sind, zu produzieren?
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