Tipps und Tricks um ein Buch zu veröffentlichen
Ich bekomme fast 400 Projekte im Monat. Leider gibt es viele Neins. Und oft, weil die Autoren nicht die Kniffe kennen, die einem helfen, einen Herausgeber zu überzeugen. Daher biete ich euch ein paar Tipps und Tricks.1) Was sind die wichtigsten Gründe für die Ablehnung eines Manuskripts?
Die erste Sache, die dazu führt, dass ein Text abgelehnt wird, ist meiner Meinung nach die Präsentation, die der Autor von sich selbst schreibt oder eben vergisst zu schreiben. Die zweite ist die Qualität des Textes, die in den meisten Fällen zu wünschen übrig lässt und die dritte Sache, die mir am wichtigsten ist, ist die Textpräsentation. Die Einhaltung gewisser Regeln ist Grundvoraussetzung, um einem Verleger ein Manuskript vorzulegen. Wenn der Text nicht in einwandfreier Form eingesendet wird, ist das für mich ausschlaggebend.
2) Was überzeugt bei einem literarischen Projekt?
Ich denke, dass jedes Projekt mit dem tieferen Sinn des Textes übereinstimmen muss, begleitet von einer gewissen literarischen Tragweite und einer starken Botschaft. Einem Werk Sinn zu geben sollte das ultimative Ziel sein.
3) Ratschlag vor dem Versenden des Manuskripts an einen Herausgeber
Was die Form angeht, kann ich nur betonen, wie wichtig es ist eure Texte luftig und lesbar zu machen. Man sollte möglichst keine handgeschriebenen Texte schicken, sondern einen Schreibmaschinen- oder besser noch Computer-Text. Wählt eine einfache Schriftart (Times, Arial, Book Antiqua), verzichtet auf fantasievollere Schriften! Nehmt die Schriftgröße 12, eventuell 14, nie darüber. Die Größe 10 kann toleriert werden im Falle von längeren Werken.
Nehmt ein A4 Format, mit 1,5 Zeilen Abstand, um den Text etwas luftiger zu machen und eventuelle Notizen zu ermöglichen. Außerdem solltet ihr die Ränder groß genug lassen: 2,5 cm oben und außen (rechts), 3 cm unten und 3 cm innen (für das Binden). Denkt daran, die Seiten zu nummerieren: Die Nummer sollte unten, zentriert oder außen stehen.
Ein Manuskript, das angenehm zu lesen ist, hat mehr Chancen angenommen zu werden: Beim Öffnen des Manuskripts sollten der Herausgeber oder das Lesekomitee Lust haben es zu lesen und vor allem nicht entmutigt sein. Ein Manuskript wird nicht unbedingt abgelehnt, weil es schlecht präsentiert ist, aber der Herausgeber wird leichter zu überzeugen sein, wenn das Layout einwandfrei ist.
Was den Text angeht, also den Inhalt, so sollte man den Leser nie an der Hand leiten und ihm das Lesen aufzwingen. Ich erkläre. Ein Autor darf nicht zu viele Ausrufezeichen in einer Beschreibung benutzen. Statt dessen sollten die Beschreibung, die Erzählung und die Zusammenstellung der Geschichte dem Leser den Weg weisen. Der Autor sollte so diskret wie möglich sein. Ein Tipp: Inspiriert euch von Jules Vallès' Roman "Das Kind". In dem Buch hat die Hauptfigur (Jacques Vintgras) die selben Initialen wie der Autor, welcher auf diese Weise sein eigenes Leben erzählt.
Noch ein Ratschlag: Schreibt die Worte nicht fett oder in einer anderen Schrift, nur um die Aufmerksamkeit des Lesers zu erlangen.
Außerdem sollte ein Text ungefähr 1.500 bis 2.000 Zeichen pro Blatt enthalten. Dann sollte das Manuskript geheftet oder gebunden (Klebebindung oder Spiralen) werden. Man sollte wissen, dass die meisten traditionellen Herausgeber nicht auf dem Bildschirm, sondern auf Papier lesen.
Schließlich sollte der Autor seinem Projekt unbedingt einen Präsentationsbrief beilegen und vielleicht sogar einen Lebenslauf, wenn es sein muss. Man muss berücksichtigen, dass der Herausgeber den Autor nicht kennt... jedenfalls im Allgemeinen. Vergesst auch nicht, ein Exposee oder einen detaillierten Plan beizufügen, um die Arbeit des Herausgebers zu vereinfachen.
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