Globale Erwärmung: Schwarzes Gold unter den Gletschern?
Der Nordwesten der Arktis ist beinahe gänzlich geschmolzen und lässt so eine Route zwischen Europa und Asien offen, die sich die Menschen schon immer gewünscht hatten, die jedoch nie befahrbar war. Das Eis in der Arktis ist auf den tiefsten Stand seit der ersten Satellitenmessungen vor 30 Jahren geschrumpft. Eine Meeresroute durch den Nordwesten der kanadischen Arktis wurde vielen Reedereien als eine billigere Alternative zum Panamakanal angekündigt.
Das Eisgebiet hat sich verringert und beträgt nur noch 3.000.000 Quadratmeter, ein Million weniger als in den Jahren 2005 und 2006. Die Polarregionen sind besonders empfindlich für den Klimawandel und einige Wissenschaftler haben prognostiziert, dass im Jahr 2040 kein Eis mehr in der Arktis vorhanden sein wird. Fast alle Experten bekräftigen, dass die globale Erwärmung - verursacht duch die Nutzung der fossilen Brennstoffe durch den Menschen - in der Arktis zweimal so schnell voranschreitet wie in anderen Regionen der Erde.
Nun fängt ein wahnsinniger Kampf um die Hoheitsrechte der Arktis an:
Russland, das kürzlich seine Flagge auf dem Meeresgrund des Nordpols gehisst hat, reklamiert seine Rechte auf einen Großteil der Arktis, die sehr reich an Bodenschätzen ist. Das Land hofft, nicht nur die neue Meeresstrecke sondern auch Erdöl und Gas zu finden.
Kanada übt ebenfalls Druck aus und hat vor, einen Tiefseehafen in Nanisivik zu gründen, nahe der Zufahrt auf die Nordwestpassage. Dank diesem Hafen könnte das Land die Militärschiffe auf ihrer Patrouille mit Brennstoffen versorgen.
Das tauende Eis der Arktis kombiniert sich mit der unendlichen Suche nach Energiequellen und verursacht ein neues "Goldfieber" am Nordpol, welches sogar diplomatische Reibereien zwischen fünf Ländern verursacht hat, die diese Grenze teilen: USA, Kanada, Russland, Norwegen und Dänemark.
Werbung